Tageszentrum Pirita
Ein sicherer Ort für Kinder, die Unterstützung brauchen
Im Tageszentrum Pirita begleiten wir 25 Kinder aus Familien, die mit Armut und Unsicherheit kämpfen. Viele Eltern arbeiten im Ausland, zurück bleiben Großeltern oder Verwandte, die oft selbst überfordert sind.
Wir geben den Kindern Sicherheit, Förderung und verlässliche Bezugspersonen. Durch pädagogische Betreuung, warme Mahlzeiten, Lernbegleitung und psychologische Unterstützung schaffen wir einen Ort, an dem sie sich entfalten können.
Was wir ermöglichen
Das Team in Österreich verantwortet Strategie, Finanzierung und Qualitätssicherung in enger Zusammenarbeit mit dem Team in Moldau.
Tagesstruktur und Sicherheit
Die Kinder finden bei uns einen verlässlichen Tagesablauf und Bezugspersonen, die für sie da sind.
Pädagogische Förderung
Wir unterstützen die Kinder beim Lernen, begleiten sie bei den Hausaufgaben und fördern ihre sozialen und emotionalen Kompetenzen.
Warme Mahlzeiten
Jeden Tag gibt es nahrhafte Mahlzeiten. Für viele Kinder ist das die einzige warme Mahlzeit am Tag.
Psychologische Unterstützung
Unsere Psychologin arbeitet mit den Kindern an Emotionsregulation und hilft ihnen, schwierige Erfahrungen zu verarbeiten.
Freizeitangebote
Sport, Spiel, kreative Aktivitäten und Ausflüge geben den Kindern Raum, einfach Kind zu sein.
Für wen ist das Zentrum?
Wir begleiten Kinder im Alter von 7 bis 18 Jahren, die vor besonderen Herausforderungen stehen. Die Zuweisung erfolgt durch die Schule, den Kindergarten, die Sozialassistenz oder die Gemeinde.
Viele der Kinder wachsen ohne ihre Eltern auf, erleben Vernachlässigung oder leben in Familien, die selbst kaum Unterstützung haben. Im Tageszentrum finden sie Stabilität, Förderung und Geborgenheit.
Das sagen unsere Familien
Meine Kinder fragen jeden Tag, wann sie wieder ins Zentrum dürfen. Sie fühlen sich dort sicher und aufgehoben. Für uns als Familie ist das unbezahlbar.
Ich bin diejenige, die sich um meine beiden Enkelkinder kümmert. Das Tageszentrum hilft uns enorm. Die Kinder gehen unheimlich gerne dorthin und lernen ständig neue Dinge. Für mich ist es eine große Erleichterung zu wissen, dass sie dort gut aufgehoben sind – und nicht unbeaufsichtigt am Flussufer des Dnister oder an anderen gefährlichen Orten herumstreunen.
Ich ziehe meine drei Mädchen allein groß, und das ist nicht leicht – besonders weil sie eigentlich die Aufmerksamkeit einer Mutter bräuchten. Im Tageszentrum gibt es Erzieherinnen und Betreuerinnen, die ihnen helfen. Sie zeigen ihnen, wie sie auf sich selbst achten, sich ordentlich anziehen und andere Dinge des Alltags meistern. Für mich este das eine riesige Unterstützung, da ich als Mann ihnen all diese Dinge oft nicht so gut erklären kann. Die Mädchen gehen sehr gerne hin und ich kann beruhigt sein, weil ich weiß, dass es ihnen gut geht.
Ich bin so froh, dass mein Junge das Tageszentrum besucht. Dort ist er sinnvoll beschäftigt, findet Freunde und kommt viel ausgeglichener nach Hause. Zu Hause sitzt er sonst oft nur am Handy und hat zu nichts anderem Lust. Aber im Zentrum ist das anders: Er nimmt an den Aktivitäten teil und ist viel aufmerksamer. Ich bin sehr dankbar für die Fürsorge, die er dort erfährt, und würde mir wünschen, dass auch mein jüngster Sohn bald hinkommen darf, weil ich weiß, wie gut es ihm tun würde.
Besonders in den Sommermonaten ist das Tageszentrum unsere Rettung. Die Kinder haben eine feste Tagesstruktur, machen Ausflüge und erleben Dinge, die wir uns als Familie niemals leisten könnten. Ich bin einfach nur glücklich, dass sie diese Möglichkeit haben.
Ich mag es sehr, ins Zentrum zu kommen. Hier habe ich Früchte probiert, die ich vorher nur aus Büchern oder dem Fernsehen kannte. Die Pädagogen helfen mir auch dabei, die passende Kleidung auszusuchen und besser auf mich zu achten. Ich fühle mich hier richtig wohl und finde es toll, dass alles so sauber und schön eingerichtet ist.
Im Zentrum fühle ich mich frei und in Sicherheit. Ich liebe die Gruppenstunden mit Frau Tina, unserer Psychologin. Ich habe hier viele Freunde gefunden und spüre, dass mir jemand zuhört und mich versteht.
Im Zentrum fühle ich mich frei. Niemand beschimpft mich oder sagt gemeine Worte zu mir. Ich habe hier Freundinnen gefunden und lerne nützliche Dinge, zum Beispiel wie ich meine Sachen ordentlich ordne und mich pflege. Am besten gefallen mir die Aktivitäten, besonders das Projekt ‚Der kleine Koch‘.
Es ist so schön im Zentrum. Wir haben hier richtige Badezimmer, sodass wir uns jeden Tag waschen und pflegen können. Ich komme sehr gerne hierher, weil wir spielen, tolle Aktivitäten machen und Neues lernen. Hier bin ich in Sicherheit und nicht allein. Manchmal will ich gar nicht nach Hause gehen, weil es hier so friedlich ist und es mir einfach gefällt.
Kinder, die zu uns ins Zentrum kommen, müssen sich in erster Linie sicher und angenommen fühlen. Das ist das Fundament für alles Weitere. Durch tägliche Aktivitäten, emotionale Unterstützung und kontinuierliche Begleitung helfen wir ihnen, sich harmonisch zu entwickeln und ein gesundes Selbstvertrauen aufzubauen – was für ihre Zukunft von entscheidender Bedeutung ist.
In unserer täglichen Arbeit wachsen uns die Kinder sehr ans Herz, wir werden fast wie eine Familie. Wir bringen uns intensiv in ihre Entwicklung ein, unterstützen sie bei Rückschlägen und freuen uns von ganzem Herzen über jeden einzelnen kleinen Schritt nach vorn, den sie machen.
Die Investition in Bildungs- und Entwicklungsangebote für Kinder ist nicht nur ein Akt der Verantwortung gegenüber dem einzelnen Kind, sondern gegenüber der gesamten Gesellschaft, in der wir leben. Die Kindheit ist das Zeitfenster mit dem größten Potenzial für Prägung und Entwicklung. Die Qualität dieser prägenden Jahre bestimmt maßgeblich die psychologischen, relationalen und bürgerlichen Ressourcen des Erwachsenen von morgen. In Kinder zu investieren bedeutet im Grunde, das Fundament unserer kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Zukunft zu bauen.
